„Wer das Bleibende sucht, muss lernen, das Vergängliche loszulassen.“
„Wer das Schwere leugnet, verliert die Wirklichkeit. Wer ihm verfällt, verliert sich selbst. Stärke besteht darin, beides zu vermeiden.“
„Wer das Staunen bewahrt, bleibt Schüler des Lebens. Wer das Staunen verliert, wird Verwalter seiner Vergangenheit. Zwischen beiden liegt der Unterschied zwischen bloßem Dasein und wirklichem Leben.“
„Wer dauerhaft in der Mitte stehen bleibt, verwechselt Ausgleich mit Bewegungslosigkeit. Politik beginnt nicht beim Maßhalten, sondern dort, wo Entscheidung die Wirklichkeit gegen ihren Widerstand verändert.“
„Wer dem Bach lange genug zuhört, erkennt: Nicht die Härte formt den Stein, sondern die Beharrlichkeit.“
„Wer den eigenen Wert nicht erkennt, versucht bisweilen, sich über die Entwürdigung anderer zu erhöhen.“
„Wer den Menschen hinter religiösen Vorschriften unsichtbar macht, verteidigt keinen Glauben, sondern die Macht über den Einzelnen.“
„Wer den Sozialismus nur für missverstanden hält, hat seine Opfer entweder vergessen oder nie verstanden.“
„Wer den Tag beherrschen will, muss zuerst seine Aufmerksamkeit beherrschen.“ Si diem regere vis, primum animum tuum regere debes.
„Wer die letzten Wahrheiten verloren glaubt, muss nicht im Nihilismus enden. Vielleicht beginnt Vernunft genau dort, wo Gewissheiten aufhören.“
„Wer die Rechnung schreibt, sollte den Zahlenden nicht zugleich erklären, seine Einwände seien staatsgefährdend.“